Behandlung von FSME

Rehabilitation
Eine Untersuchung an FSME-geschädigten Personen brachte folgende Erkenntnisse:
-Wenn durch eine FSME-Infektion auch das periphere Nervensystem betroffen ist, so bleiben sehr häufig dauernde Schäden zurück.
-Durch neurophysiologische Untersuchungen kann nachgewiesen werden, daß subklinisch das Nervensystem in einem sehr ausgedehntem Ausmaß betroffen ist.
-Bis zu drei Jahre kann es dauern, dass sich Schädigungen nach einer FSME noch bessern
-Rehabilitationsmaßnahmen nach einer FSME sollen so bald wie möglich einsetzen. Besserungen sind in den ersten Jahren möglich, danach muß die Behandlung funktionserhaltend weitergeführt werden. Bei Lähmungen sind Physio-/Ergotherapie regelmäßig durchzuführen.

Therapie
Nach durchgemachter FSME ist eine effiziente Nachbetreuung unerläßlich. Bei ausgeprägten Behinderungen soll so bald wie möglich eine stationäre Frührehabilitation mit mehreren Therapieeinheiten pro Tag erfolgen. Bei der Physiotherapie kann die Kraft und Beweglichkeit gebessert werden. Bei der Ergotherapie werden die Aktivitäten des täglichen Lebens gelernt: Anziehen, Körperpflege und dergleichen, bei der Logopädie wird das Sprechen und die Sprache geübt. Neuropsychologen behandeln Patienten, die Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit haben. Nach dieser intensiven stationären Behandlung sollen die jeweils erforderlichen Therapien bei weiterbestehenden Behinderungen in losen Abständen weitergeführt werden. In längeren Abständen ist eine neuerliche intensive, stationäre Behandlung zur Erhaltung der erworbenen Fähigkeiten oder für eine weitere Besserung notwendig.
Aufklärung, richtige Therapie und Gruppengespräche sind ein wesentlicher Beitrag zur Bewältigung der Krankheit.

Krankenhausaufenthalt - Verweildauer - Kosten
Die Verweildauer eines FSME-Patienten im Krankenhaus kann von einer Woche bis 40 Tage betragen. Einzelfälle belegen einen noch längeren stationären Aufenthalt (1, 2, 4 Jahre).

Nicht in Zahlen ausgedrückt werden kann das menschliche Leid des Betroffenen selbst und von dessen Familie oder Angehörigen. Durch die Schwere der Erkrankung bedingt kann ein völliges Zerfallen der sozialen Beziehungen der Patienten erfolgen.
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